Futterneid
Sobald der erste Schnee gefallen ist, hängt Anneli in einer waghalsigen Aktion Meisenknödel in unseren Haselnussstrauch vor dem Fenster. So kann sie die Kohl- und Blaumeisen, Buntspechte und Eichelhäher hervorragend beobachten. Zunächst stritten sich die Meisen um die Knödel und ließen den Meisenring außer acht. Heute ging es dann los – da prügelte man sich beinahe um das Futter! Da das Fenster in meinem Rücken liegt, kann ich davon zwar nur wenig sehen, aber die muntere Vogelschar kann stets lesen, was ich hier so für euch schreibe.
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Hier und heute hat sich gerade eine Blaumeise (Parus caeruleus) den Platz am Meisenring erkämpft. Blaumeisen werden bis zu 11,5 cm lang und 11 Gramm "schwer". Die Kopfseiten sind weiß mit schwarzen Augenstreifen (unser Exemplar von dem Fenster hat sich für mich sehr gut in Szene gesetzt, wie ich finde…). Der Schwanz ist blau und die Unterseite gelb. Oft hängen Blaumeisen an dünnen Zweigen – selbst ein dickerer Grashalm hält ihrem Gewicht stand. Sie leben vorwiegend in Laub- und Mischwäldern, Gärten und Parks. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus kleinen Insekten, Blattläusen und Birkensamen. Ein bis zwei Bruten pro Jahr können die Höhlenbrüter zwischen April und Juni großziehen.


